Uelzen

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Uelzen – der Name ist Programm. So hässlich der Hundertwasser-Bahnhof ist, ist der doch die einzige Attraktion Uelzens. Und wenn Städte wie Kobryn oder Tikaré wüssten, dass Uelzen ist, wie es klingt, hätten sie mit Sicherheit die Städtepartnerschaft abglehnt.

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9 Kommentare

Eingeordnet unter Casio EXILIM Z150, Städte

9 Antworten zu “Uelzen

  1. Oh, Mann.
    Jedes Mal, wenn ich das Uelzen-Bild anschaue, hab ich spontan einen Ohrwurm (https://www.youtube.com/watch?v=WKA5jY2S05g). Wie ich allerdings von Uelzen auf Erlangen komme, das weiß ich nu wirklich nicht … Verwirrend, das.

  2. Ich fand Uelzen nicht so schlimm. Habe gut gegessen, nett gewohnt. Und viel gewandert! Und nein! Ich bin nicht 90 und scheintot, sondern recht normal. Und ich denke, wir sollten IMMER erstmal schauen, Paris ist am Flughafen Roissy auch fürchterlich, oder?

  3. Erinnert mich an andere Gruselnamen-Städte wie Oer Erkenschwick oder Herne Baukau. Tikaré ist vermutlich nicht schöner aber dafür ist es dort wärmer im Gegensatz zu Kobryn wo das halbe Jahr Winter ist und die Eingeborenen von Kohlsuppe und Wodka leben. Was ist das eigentlich für ein Zug auf den Gleisen? Schickt die Deutsche Bahn keine ICEs in den Hundertwasser Bahnhof? Und was heißt hier eigentlich Hundertwasser Bahnhof? Nur weil eine Säule gelb geklinkert wird ist das ein Prädikat? Habe das gerade mal gegoogelt: immerhin hat der Bahnhof eine eigen Webseite, wirbt allerdings mit einer Ausstellung die schon vor Monaten geschlossen wurde. Weil ehe keiner kam? Wo liegt eigentlich dieses Uelze? Ist das nicht altes Zonenrandgebiet? Und was macht man dort außer den nächsten Zug nach Irgendwo hin zu nehmen.
    Hat auf meiner Liste: „Placees not worth going there“ einen Platz in der Top Ten eingenommen. :-)

    • Hi,

      richtig, in Kobryn leben die Einwohner von Kohlsuppe und Wodka. Und weil es dort so kalt ist, müssen sie das meist zusammenleeren, damit die Suppe nicht einfriert. In Tikaré ist es dagegen warm und man hat keine Kohlsuppe. Weil die Tikaréaner auch keinen Wodka haben, schnüffeln sie Kleber. In Rocko Schamonis Autobiographie „Risiko des Ruhms“ essen die Menschen den Kleber sogar, was zu verklebten Zähnen führt. Aber das nur als Abschweifung am Rande.
      Der Zug ist ein Zug der Metronom. Irgendsoeine Privatgesellschaft, die ein paar Strecken Norddeutschlands nutzt um megareich zu werden. Mit Zügen, in denen Alkohl verboten ist, was vermutlich auch die Kobrynsche Kohlsuppe betrifft. Und mit Personal, das anbiedernd freundlich wirkt, wenn es auf das Alkoholverbot hinweist. Kleber ist jedoch im Metronom nicht verboten.
      Auch richtig: Nach Uelzen fährt man nur, um dann nach Hamburg oder Bremen oder Lüneburg oder Kobryn oder Sonstwo umzusteigen. Man ist bemüht, zeitnahe Anschlusszüge zu bekommen, um nicht in Uelzen verweilen zu müssen. Allerdings gelingt das nie und so ist man gezwungen sich den Uelzener Bahnhof anzusehen, langweilige Ausstellungen zu ignorieren und überteuertes Bier zu trinken.
      Und wieder richtig: Uelzen ist Zonenrandgebiet und bei einem Wiederaufbau der Mauer würde man Uelzen vermutlich Ostdeutschland zusprechen.

      Viele Grüße und halte Dich von Uelzen möglichst fern
      ullli

  4. Höhöhö, brems dich mal ein, euredurchlaucht. normalerweise sind für einen Lüchower die Uelzner zwar per se nicht die liebsten, aber entwder kommst du von dort und dann darfst du weiterätzen, weil du weißt, wovon du sprichst, wenn jahtzehnte provinziellen Leidens dahinterstehen, oder du bist einfach froh, dass es einen schönen bunten Bahnhof gibt, der aussieht, als hätte die Baufirma als Bauplan ein Bilderbuch gehabt – und das ist besser als Hannover, München oder Wien.
    Kein Like von mir. Ich mag Uelzen. Es hat einen schönen Fachwerkkern und bei schönem Wetter ist es schnuckelig, Wenn du einkaufen gehst und nicht gerade selbst miese Laune verbreitest, ist die Stimmung lustig und freundlich, auch unter Fremden,
    Und in dem von dir so verätzten kleinen Bahnhof ist es sauber, freundlich und im allgemeinen frei von miesen Gestalten.
    Es sei denn, man zählt übegelaunte Touris dazu. Aber die sind zum Glück sehr selten. Hoffentlich bleibt das so.

    • Hi,

      nein, ich komme nicht von dort, aber ich darf trotzdem weiterätzen. Der Uelzener Bahnhof ist schlimmer als Stuttgart 21 und BER zusammen. Alleine die Gleisbezeichnungen lassen einen zum Wutbürger erstarren. Die Bahnsteige sind total komisch angelegt und die Treppen sind zu eng. Und ganz schief und krum ist alles. Und Bier ist im Bahnhof übertrieben teuer. Aber das Schlimmste ist nunmal der Name: „Uelzen“. Wie das klingt. Eine phonetische Ohrenbeleidigung. Man betrachte mal „Cellar Door“, „Nevermore“ und „Uelzen“. Welches Wort passt nicht in die Reihe?
      Mit der Annahme, dass die Baufirma des Bahnhofes ein Bilderbuch anstelle eines ordentlichen Bauplans hatte, hast Du vermutlich recht. Ich würde der Firma sogar unterstellen, dass sie nicht zu mehr in der Lage war, als ein Bilderbuch zu verwenden. Womit ich natürlich nicht den münchener oder hannoveraner Bahnhof schön reden möchte. Die sind auch beide doof. Der hannoveraner Bahnhof ist hässlich und der münchner Bahnhof ist unpraktisch. Da rennt man stundenlang und lichtjahreweit von einem Gleis zum anderen. Und die Städte, die zu genannten Bahnhöfen gehören, kann man auch vergessen. Beides komische Städte mit komischen Menschen. An den Wiener Bahnhof erinnere ich mich nicht. Aber eigentlich muss man eh alles, was mit Bahn zu tun hat aus Prinzip schlecht reden.
      Über die Innenstadt kann ich gar nichts sagen, da ich dort nie war und auch nie sein werde. Mit Sicherheit sind Touris in Uelzen eine Seltenheit. Und mit Sicherheit sind Touris in Uelzen schlecht gelaunt.
      Und bevor mir Subjektivität unstellt werden kann, hier eine objektive Statistik: Einwohner im Jahre 1970: 37.181 und im Jahre 2012: 33.924 => fast 9% Rückgang! (Quelle: wikipedia)

      Es freut mich aber dennoch, dass Du eine so positive Sicht auf Uelzen hast.

      Gruß
      ulli

      • Wer noch nicht mal die Stadt gesehen hat und dann so einen Text schreibt, den nachträglich mit einer Statistik zu untermauern versucht, die mit wirtschaftlichen Umständen nach dem Wegfall der Zonenrandhilfe zu tun hat (was sicher im Internet auch zu finden gewesen wäre), nicht mit optischen oder immateriell-lebensqualitativen Gegebenheiten zu tun hat, und dann immer noch noch darauf besteht, dass er eine ganze Stadt vom Bahnsteig aus beurteilen kann, nur weil ihm gerade der Umstand mit seinem Reisevehikel stinkt, disqualifiziert sich meiner Ansicht nach.
        Das enttäuscht mich nun noch mehr als zuvor. Bedauerlich.

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